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Privatpraxis für Schmerztherapie & Traditionelle chinesische Medizin in Baden Baden

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Pharmakogenetik – Auswirkungen auf die medikamentöse Schmerztherapie

Avatar of Olga Schiffer Olga Schiffer - 12. Mrz 2024 - Pharmakogenetik, CFS, Long-Covid-Blog, Schmerztherapie

Die Masterarbeit von Olga Schiffer beschäftigt sich mit der Pharmakogenetik und deren Auswirkungen auf die medikamentöse Schmerztherapie. Sie beleuchtet, wie genetische Unterschiede zwischen Individuen die Wirkung von Schmerzmedikamenten beeinflussen können, wodurch einige Patienten stärkere oder schwächere Wirkungen von Medikamenten erleben oder sogar unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die Arbeit diskutiert spezifische Gene und deren Varianten, die in Bezug auf Medikamente wie Codein, Tramadol und Oxycodon wichtig sind. Durch ein besseres Verständnis dieser genetischen Unterschiede könnten individuell angepasste Therapiepläne entwickelt werden, die die Effektivität der Schmerzbehandlung verbessern und das Risiko von Nebenwirkungen verringern.

Zusammenfassung

Die Masterarbeit von Olga Schiffer, eingereicht an der Universität unter der Betreuung von Univ.-Prof. Mag. Dr. Eckhard Beubler, trägt den Titel „Pharmakogenetik – Auswirkungen auf die medikamentöse Schmerztherapie“. Die Arbeit widmet sich der Untersuchung, wie genetische Variationen zwischen Individuen die Reaktion auf Schmerzmedikamente beeinflussen und somit die Effektivität und Sicherheit der Schmerztherapie maßgeblich mitbestimmen können.

Zu Beginn bietet Schiffer eine umfassende Einführung in das Thema Schmerz und dessen historische Bekämpfung, wobei sie hervorhebt, dass Schmerz zwar eine essentielle Warnfunktion des Körpers darstellt, aber auch eine Quelle großen Leids ist. Die Arbeit unterstreicht die zentrale Rolle der Pharmakotherapie in der Schmerzbehandlung und betont die Notwendigkeit, die Therapie aufgrund interindividueller Unterschiede in der Medikamentenreaktion zu personalisieren.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist der Pharmakogenetik gewidmet – einem interdisziplinären Wissenschaftsfeld, das genetische Ursachen für die unterschiedlichen Reaktionen auf Medikamente erforscht. Schiffer erläutert die genetischen Grundlagen und die Arten genetischer Polymorphismen, die die Medikamentenwirkung beeinflussen können. Besonders betont wird die Bedeutung der Single Nucleotide Polymorphismen (SNPs), die häufige Quellen für Variationen in der Medikamentenmetabolisierung und -wirkung sind.

Anschließend diskutiert Schiffer die Rolle spezifischer Gene, wie OPRM1, das für den µ-Opioidrezeptor kodiert, und CYP450-Enzyme, die für den Metabolismus vieler Medikamente zuständig sind. Besonders hervorgehoben werden die Unterschiede in der Metabolisierung von Opioiden wie Codein und Tramadol, die bei Personen mit bestimmten genetischen Variationen zu einer verminderten oder erhöhten Wirksamkeit führen können.

Die Arbeit umfasst auch eine kritische Diskussion der aktuellen Forschung, einschließlich kleiner Studiengruppen und der Notwendigkeit weiterer, umfangreicher multizentrischer Studien, um fundierte klinische Richtlinien für die pharmakogenetisch angepasste Schmerztherapie entwickeln zu können.

In ihrem Fazit unterstreicht Schiffer die wachsende Bedeutung der Pharmakogenetik für die Zukunft der Schmerztherapie. Sie prognostiziert, dass ein tieferes Verständnis genetischer Variationen und deren Einfluss auf die Medikamentenreaktion zu effektiveren und sichereren Therapieansätzen führen wird. Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die individuelle Anpassung der Schmerztherapie auf Grundlage genetischer Analysen das Potenzial hat, das Patientenwohl erheblich zu verbessern, indem Nebenwirkungen reduziert und die Wirksamkeit der Behandlung maximiert werden.

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