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Privatpraxis für Traditionelle chinesische Medizin in Baden Baden

Traditionelle Chinesische Medizin – TCM

Traditionelle chinesische Medizin bedeutet viel mehr als die heutzutage mit dem Begriff beinahe gleichgesetzte Akupunktur. Die Behandlung basiert auf 5 Säulen, die zur Genesung beitragen. Jede genannte Therapiemaßnahme weist besondere Vorteile als auch Limitationen auf. Aus diesem Grund ist für eine erfolgreiche Behandlung eine Kombination von mehreren Therapien notwendig. Einer Behandlung geht eine entsprechende Diagnostik unbedingt voraus. Die besteht aus folgenden Punkten: Befragung, Zungendiagnostik und Pulsdiagnostik.

Akupunktur – Zhen Ci

Nach der traditionellen Lehre wird der menschliche Körper von einem Netz sogenannter Leitbahnen/Meridianen/Kanäle durchzogen. In den Kanälen fließen zwei Substanzen – Energie/Qi und Blut/Xue. Sollte der Fluss gestört, verlangsamt oder blockiert werden, kommt es zu unterschiedlichen Manifestationen. Die häufigste Manifestation des gestörten Flusses stellen Schmerzen dar. Durch mechanische Reizung bestimmter Punkte kann je nach Stichtechnik und Richtung entweder die bestehende Blockade gelöst oder die fehlende Energie zugeführt werden.

In der klassischen chinesischen Akupunktur werden 12 ordentliche, paarige Leitbahnen, 8 außerordentliche Leitbahnen und Extrapunkte unterschieden. Insgesamt befinden sich auf dem menschlichen Körper über 400 Akupunkturpunkte.

Eine Akupunkturbehandlung eignet sich besonders zur Lösung von Blockaden des Qi und Xue Flusses sowie zur Ausleitung externer pathogener Faktoren, die in den Körper eingedrungen sind. Bei bestehenden Mangelzuständen ist sie nur bedingt einsetzbar.

Zur Verstärkung der Akupunkturwirkung kann mittels spezieller Geräte elektrischer Strom an die Nadeln angeschlossen werden.

Besondere Formen der Behandlung, die eine Akupunktur ergänzen, sind Moxibustion und Schröpfen.

Moxibustion bedeutet Erwärmung von Akupunkturpunkten oder Körperarealen mittels des glimmernden Beifußkrautes. Aufgrund von starker Rauchentwicklung werden heutzutage andere raucharme Substanzen angewendet. Die Moxibustion kann direkt auf dem Punkt (Verbrennungsgefahr) oder indirekt als Moxazigarre, Moxakegeln und Moxanadeln angewendet werden. Zusätzlich ist eine Behandlung mittels spezieller Lampen möglich. Durch Moxibustion werden Wärme und aktive Energie zugeführt sowie Kältepathogene beseitigt.

Das Schröpfen bedeutet Erzeugung von regionalem Unterdruck unter einem Schropfglas. Es wird meistens trocken oder als Schröpfmassage durchgeführt. Alternativ wird bei hartnäckigen Blockaden und Stagnationen ein blutiges Schröpfen (nach vorausgegangener Punktion des Punktes mit Lanzette) durchgeführt. Das Schröpfen eignet sich besonders als ausleitende Maßnahme. Bei Mangelzuständen ist Vorsicht geboten.

Beim Vorliegen einer Schmerzdiagnose werden die Behandlungskosten der Akupunktur von den privaten Krankenkassen übernommen.

Arzneitherapie

2/3 aller Behandlungen in China basieren auf der Anwendung von unterschiedlichsten Arzneimitteln. Es werden individuelle, dem Zustand des Patienten angepasste Rezepturen aus 3-20 unterschiedlichen Bestandteilen verordnet. Die Arzneimittel sind pflanzlicher, mineralischer und tierischer Herkunft. Die Rezepturen können in Form von Abkochungen/Dekokte, Granulaten zur Auflösung im Wasser, Pillen und Tabletten sowie Salben, Umschlägen, Fluiden und Pflaster verabreicht werden. Mittlerweile werden viele klassische, bewährte Rezepturen in Form von Fertigarzneien angeboten.

Bei Verschreibung von chinesischen Kräutern und anderen Substanzen müssen folgende Punkte beachtet werden. Zum ersten stellt die Sicherheit des Patienten die oberste Priorität dar. Die angewandten Substanzen müssen eindeutig identifiziert und auf Anwesenheit von Verunreinigungen, Pestiziden und Schwermetallen überprüft werden. Dies kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Produkte über eine spezialisierte Apotheke bezogen werden. Die deutschen Apotheken die über ausreichende Kenntnisse verfügen bieten eine qualitativ hochwertige Versorgung des Patienten. Hier kann auch die Einhaltung von Artenschutvorschriften garantiert werden.

Die Fertigarzneien sollten von zertifizierten Herstellern bezogen werden.

Vor Beginn der Behandlung sollten Sie aktuelle Laborbefunde( Blutbild, Leberwerte und Nierenwerte)vorlegen.

Die Kosten der Individuellen Rezepturen werden leider nur selten von den privaten Krankenkassen übernommen.

Chinesische Ernährungstherapie

Ursprünglich wurde in der chinesischen Medizin kaum die Unterscheidung zwischen Ernährungs- und Arzneimitteltherapie gemacht. Eine klare Unterscheidung begann in der Zeit der Tang-Dynastie(618-907). Eine Krankheit ist ein Resultat von gestörten Energieverhältnissen im menschlichem Körper. Ein gezielter Einsatz von Nahrungsmitteln kann das Gleichgewicht wiederherstellen. Sie wirken als milde Therapeutika. Manchmal werden sogar die gleichen Substanzen sowohl als Arzneimittel als auch als Nahrungsmittel angewendet – zum Beispiel Goji Beere, Maulbeere, Weizen. Die Nahrungsmittel werden nach folgenden Eigenschaften beschrieben: Geschmacksrichtung(salzig, süß, bitter, scharf), Temperaturverhalten(von kalt bis heiß), Funktionskreis- bzw. Leitbahnbezug sowie energetische Wirktendenz. Die Art der Verarbeitung(roh, gekocht, gebraten) spielt ebenso eine große Rolle.

Bewegungstherapie – Qi Gong und Tai Chi

Qi Gong bedeutet wörtlich übersetzt „intensives Üben mit dem Qi“. Bereits vor 2000-3000 Jahren wurden Übungen und Übungssysteme entwickelt, die zur Therapieergänzung dienten und regulierend auf die Qi Bewegung im Körper einwirkten. Die aktuell im Westen vermutlich bekanntesten Qi Gong Methoden sind die Baduan-Jin/8 Brokat-Übungen und das Spiel der 5 Tiere. Zur Prophylaxe und Gesundheiterhaltung dient auch Qi Gong Yangsheng.

Tuina

Die Behandlungsmethode beinhaltet chiropraktische Manipulationen, Massagetechniken sowie die passive Mobilisierung der betroffenen Gelenke. Die Anwendung findet vor allem in der Orthopädie, Traumatologie sowie in der Kinderheilkunde statt

Indikationen zur Behandlung mit TCM:

  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Kopfschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Burn-Out
  • Erschöpfung und chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Unruhe
  • Nikotinentwöhnung
  • Allergien
  • Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte)
  • Asthma
  • Chronische Sinusitis
  • Dysmenorrhoe / Regelschmerzen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Uvm.