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Privatpraxis für Schmerztherapie, Palliativmedizin & Traditionelle chinesische Medizin in Baden Baden

„Divinum est sedare dolorem“ – Hippokrates

Der Schmerz stellt ein komplexes medizinisches Problem dar, das gravierende Auswirkungen sowohl auf das körperliche, als auch das psychische Wohlbefinden hat. Jeder Mensch empfindet die Schmerzen sehr individuell, so auch das Ausmaß der durch die Schmerzen verursachten Leiden und der daraus resultierenden Einschränkung der individuellen Lebensqualität.

Für den Betroffenen stellt der Schmerz eine tägliche Herausforderung dar.

Im Fall von chronischen Schmerzerkrankungen ist eine einzelne Therapiemaßnahme meist nicht ausreichend. Der Behandlungsplan muss speziell auf den Patienten, seinen aktuellen Zustand, die Schmerzstärke sowie seine persönlichen Bedürfnisse und Ziele ausgerichtet werden. 

Die schulmedizinischen Therapieformen wie medikamentöse Therapie und invasive Maßnahmen sollten durch ganzheitliche Methoden (Akupunktur, Kräutertherapie, orthomolekuläre (Medizin) sowie Entspannungstechniken und Bewegungstherapien ergänzt werden. Die Schmerzerkrankungen existieren selten alleine, oft werden sie von Schlafstörung, Erschöpfung, depressiver Verstimmung und Angst begleitet. Die Symptome müssen parallel behandelt werden.

Wichtig ist es die Schmerzursachen richtig zu ergründen. Weitergehende Informationen zu den Schmerzursachen in der westlichen Medizin und die Schmerzursachen gemäß der TCM Lehre finden Sie unter diesen Links.  

Ziele der Behandlung:

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Linderung der Begleiterscheinungen wie Schlafstörung, Depression, Erschöpfung
  • Verbesserung der körperlichen Aktivität
  • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit

 

Behandelte Krankheitsbilder

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Trigeminusneuralgie
  • Atypische Gesichtsschmerzen
  • Schmerzen des Bewegungsapparates (degenerativ, traumatisch, myofascial)
  • Rückenschmerzen, HWS und LWS Syndrome
  • Regelschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Neuropathische Schmerzen 
  • Post-Zoster-Neuralgie
  • Polyneuropathie
  • Phantom- und Stumpfschmerzen
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen

 

Therapiemethoden:

  • Komplexe medikamentöse Schmerztherapie 
  • Diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie 
  • Ganglionäre Lokale Opioid Analgesie – GLOA
  • Sympathikusblockaden im Bereich Kopf und Hals
  • Neuraltherapeutische Infiltrationen
  • Triggerpunktinfiltrationen
  • Procain-Basen-Therapie
  • Orthomolekuläre Medizin
  • Akupunktur:
    Ohrakupunktur nach Nogier, Körperakupunktur, Elektroakupunktur
  • Schröpfen und Moxatherapie
  • Chinesische Dietätik
  • Traditionelle chinesische Kräutertherapie
  • Westliche Kräutertherapie
  • Psychosomatische Grundversorgung
  • Einstellung und Befüllen von rückenmarksnahen Schmerzpumpen – Eingesetzte Medikamente: Opioide, Muskelrelaxantien (bei Spastik)
  • Transkutane Nervenstimulation TENS
  • Entzugsbehandlung
  • Periradikuläre Infiltrationen und Facettenblockaden (in Zusammenarbeit mit Radiologen)
  • Physio- und Ergotherapie (in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Ergotherapeuten)
  • Ambulante Entwöhnungsbehandlung bei Opiatabhängigkeit

 

Komplexe medikamentöse Schmerztherapie

Nach genauer Analyse und individueller Charakteristik der Schmerzerkrankung muss ein individueller, patientenorientierter Therapieplan erstellt werden. Leider sind selbst die stärksten bekannten Schmerzmittel – Opiate/Morphinabkömmlinge, alleine nicht in der Lage, alle bekannten Schmerzformen zu lindern. Oft muss eine Kombination mehrerer Präparate aus unterschiedlichen Gruppen angewendet werden. Die Dosierung muss den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden unter Berücksichtigung der auftretenden Nebenwirkungen. Die Einstellungsphase erfordert viel persönliche Zuwendung sowie enge Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und dem Schmerztherapeuten.

Procain-Basen-Therapie

Die Methode stammt ursprünglich aus der Neuraltherapie. Es werden Infusionen mit Procain und Natriumbicarbonat in einer isotonischen Kochsalzlösung angewendet. Durch die systemische Anwendung können Wirkstoffe auch schlechter durchblutete Körperareale erreichen. Als Wirkung treten Senkung der Schmerzempfindlichkeit, antientzündliche Effekte, generalisierte muskuläre Entspannung und Verbesserung des Allgemeinbefindens im Verlauf der Therapie auf. Während der ca. 45 minutigen Infusion werden die Vitalparameter kontinuierlich überwacht.

Entwöhnungsbehandlung

Unter kontrollierter Anwendung von modernen, retardierten Opioidpräparaten kommt es selten zur Entwicklung einer Abhängigkeit. Sollte eine Abhängigkeit auftreten, sollte möglichst schnell eine Entwöhnungsbehandlung eingeleitet und engmaschig überwacht werden. Nur so können Entzugserscheinungen wie Unruhe, Schlafstörung, Schwitzen minimiert werden. Eine Anwendung von komplementären Maßnahmen wie Akupunktur, Kräutertherapie lindert zusätzlich die o.g. Symptome.

Sympathikusblockaden und GLOA

Bei sog. sympathisch unterhaltenen Schmerzen kommt es aufgrund von Schädigung der nervalen Strukturen zu Umbauprozessen und der Generierung von pathologischen Impulsen.  Hier werden lipophile Opioide (Buprenorphin, Sufentanil) oder Lokalanästhetika an die Ganglien vom sympathischen Teil des vegetativen Nervensystems gespritzt. Die Therapie wird hauptsächlich in den Bereichen Kopf und Hals angewendet – bei Trigeminusneuralgie, atypischen Gesichtsschmerzen, CRPS der oberen Extremität. Die Blockaden werden ultraschallgesteuert durchgeführt. Während der Blockade und ca. 30 Minuten danach werden die Vitalfunktionen wie Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung kontinuierlich mittels Monitor überwacht.